Nicht denken.
Nicht sein.
Denk dich weg.
Stell dir vor, dein innerer Dialog würde in einem eng begrenzten Teil deines Körpers gehalten.
Dein bewusstes Ich sei ein abgegrenzter Teil deines Körpers.
Alles andere sei lebendiges aber ich loses Fleisch.
Wo ist dieser Teil? Wahrscheinlich in deinem Kopf, weil wir da ja angeblich denken. Denken aber verursacht keine körperlichen Gefühle, denn im Gehirn befinden sich keine Nerven, die ein solches vermitteln könnten. Es ist nur eine Gewohnheit unsere Gedanken im Kopf zu lokalisieren. Versuch doch einmal diese Gewohnheit abzustreifen. Lass dein inneres Gequatsche hinunterwandern durch die Speiseröhre durch die Brust in dem Bauch und dem Darm entlang und dann lass einen ordentlichen Pfurtz sausen und weg ist es das Gebrabbel. Lass dein ich mit einer Blähung verschwinden. Aber bleib in deinem Körper.
Das wird dir am Anfang nur kurz gelingen. Dann ergreift das endlose Gerede wieder Besitz von dir. Aber es ist ein Anfang und irgendwann kannst du einfach präsent sein.
Was bedeutet Präsenz? Tunloses Tun. Nicht tun. Einfache Anwesenheit. Wach und klar reagiertst du in Zustand der Präsenz mit vollkommener Effizienz auf deine Umwelt. Weil zwischen dir und der Welt kein Geschwätz ist. Eine Übersetzung weniger. Der innere stille-Post-Effekt fällt weg.
Du bist nicht das Geschwätz in dir drin.