Carma Control

Mensch

Es tut gut auf etwas zu verzichten. Etwas nicht zu tun, was man tun könnte oder auch tun will. Wenn man eine Gelegenheit vorbeigehen lässt, dann ist man einen Moment ganz bei sich. Denn man muss sich mit sich selbst auseinander setzen, mit seinen widerstrebenden Wünschen und Interessen.  


Verzichtet man auf etwas Vitales, wie Essen oder Trinken, dann wird die eigene Körperlichkeit ganz evident. Denn der Wunsch zu essen ist nicht vergleichbar mit dem Wunsch eine Zeitschrift zu lesen. Hinter diesem Wunsch steht die ganze eigene Existenz. Wer fastet wird mit der ganzen Gewalt des lebenshungrigen Tiers in ihm selbst konfrontiert. So ist das Fasten eine erschreckende Erfahrung: Sie schauen in sich selbst hinein und sehen einen Wolf. Und wenn erst der Wolf ausgehungert ist, kann man auch die göttliche Stimme hören. Darauf –auf beidem-  baut der zivilisierte Mensch auf.