Religion macht ruhig und zufrieden. Man darf sie nur nicht mit Moral verwechseln. Ständig mit hohen ethischen Ansprüchen ausgesetzt zu sein, macht unglücklich. Viele sehen das ein. Sie hätten auch gern die Stille des Glaubens in ihrem Leben.
Allein, es fehlt am Glauben. Wenn ich ganz tief in mich hineinhorche und mich frage, ob ich an Gott glaube, stelle ich fest: Nein.
Ich glaube nicht an Gott. Ich kann Ihnen aber versichern, dass das kein Problem ist. Die Segnungen der Religion haben mit Glauben nichts zu tun. Viele sehr gläubige Menschen sind tief unglücklich und verzweifelt. Welche Medizin bietet die Religion? Es sind die Rituale, die Gemeinschaft, das Beten, die Jahreszyklen und das Fasten.
Der Appetit kommt beim Essen.
Man muss nicht glauben, um eine Religion auszuüben.
Aber man muss sie ausüben.